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Ambulant betreutes Wohnen
-im Rahmen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, gem. § 53 SGB XII-



Die Ev. Diakoniestiftung Herford bietet, seit Januar 2007, in Kooperation mit der Drogenberatung Herford ein aufsuchendes Angebot, das „Ambulant betreutes Wohnen“ auch für Menschen an, die von illegalen Drogen abhängig sind. Als Ergänzung zu den bereits bestehenden Hilfen der Drogenberatung Herford, die allesamt durch eine „Komm-Struktur“ gekennzeichnet sind sollen hiermit Hilfebedürftige erreicht werden, die durch bereits bestehende Angebote noch nicht erreicht werden.

Diese Leistung (nach §§ 53, 54 SGB XII) hat das Ziel, der betreuten Person unabhängig von Art und Schwere der Behinderung eine weitgehend eigenständige Lebensführung, soziale Eingliederung und Teilhabe am Leben in der Gemeinde zu eröffnen und zu erhalten.

Konkretere Ziele unseres Angebotes sind die Stabilisierung der Gesundheit (Vermeidung von Infektionskrankheiten, Abszessen etc.). Eine Reduzierung des Drogenkonsums, bzw. des Beigebrauchs in Hinblick auf eine stabile Behandlung mit einem Substitut. Die Vermeidung von stationären Krankenhausaufenthalten sowie Haftzeiten.


Mögliche individuelle Ziele, die im Hilfeplan festgelegt werden könnten sind:

  • Beginn/Stabilisierung einer Substitutionsbehandlung und das Erreichen von
  • Beigebrauchsfreiheit
  • Erhalt oder Beschaffung einer geeigneten Wohnung
  • Eine möglichst selbständige Lebensführung
  • Eine angemessene Tagesstruktur und Freizeitgestaltung
  • Eingliederung in die Gesellschaft, insbesondere Teilnahme am Leben in der
  • Gemeinschaft
  • Ausübung einer angemessenen Tätigkeit / eines angemessenen Berufs
  • Förderung der weitestgehenden Unabhängigkeit von Betreuung


Eine Konkretisierung der Ziele erfolgt jeweils im Rahmen individueller Hilfeplanung, die bei
der Antragstellung erfolgt. Diese erfolgt in Herford in Zusammenarbeit mit dem
Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreises Herford und dem Landschaftsverband Westfalen-
Lippe (LWL), als Träger dieser Maßnahme. Der durchschnittlich bewilligte
Betreuungsumfang beträgt 2 – 3 Stunden pro Woche.


Ziele aus dem Bereich Wohnen / Lebenspraktische Fähigkeiten:

  • Schuldenregulierung
  • verbindliche Termine wahrnehmen
  • ungeöffnete Briefe und Anschreiben sortieren
  • Gläubigerliste anlegen und Gläubiger anschreiben etc.


Soziale Beziehungen

  • verbindliches Verhalten soll eingeübt werden
  • neue Kontakte außerhalb der Abhängigenszene
  • Freizeit sollen Interessen entwickelt werden
  • sportliche Angebote kennen lernen


Gesundheit

  • Motivation und Begleitung zu regelmäßigen Arztbesuchen
  • Gefährdungsprophylaxe Aufklärung und Schutz vor Infektionskrankheiten
  • Sicherstellung einer kontinuierlichen Behandlung mit dem Ersatzstoff Methadon
  • Angst vor einer Therapie reduzieren


Psychische Stabilisierung

  • Begleitung und therapeutische Unterstützung
  • Auffangen von Krisen – z.B. bei belastenden familiären Situation
  • Heranführen an psychiatrische Behandlung evtl. in der Tagesklinik


Alltagsbewältigung

  • Ernährung – Einkauf – Zubereitung der Nahrung
  • Motivation und Aktivierung einer Tagesstruktur
  • Renovierung und Einrichtung der Wohnung


Finanzen

  • Geldmitverwaltung – einrichten eines eigenen Kontos – regelmäßiges Überweisen von
  • Miete, Betriebskosten, Schulden etc.
  • Schuldenregulierung – ordnen der Unterlagen – Begleitung zur Schuldnerberatung
  • Anschreiben von Gläubigern


Justiz

  • Vermeiden von Haftzeiten / Geldstrafen etc.
  • Unterstützung/Kontrolle bei der Zahlung von Strafen

 


Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die:


Drogenberatung Herford
Hämelinger Straße 10
32052 Herford
Tel.: 05221/1659-0
Fax: 05221/1659-19

Diakonisches Werk im Kirchenkreis Herford e.V., Auf der Freiheit 25, 32052 Herford  | 05221/5998-0 - Fax: 05221/5998-75